Mit dem Alten Wald auf Augenhöhe

Unser Ferien-Tipp

Fast jede*r Europäer*in trägt dieses Symbol tagtäglich in ihrem oder seinem Geldbeutel bei sich. Wisst ihr, um welches es sich handelt? Falls nicht, dann nehmt aus eurem Portemonnaie einen Geldschein und dreht ihn auf die Rückseite.

Die Vorderseite der Geldscheine zieren Tore und Fenster aller Epochen. Auf der Rückseite befinden sich verschiedene Brücken. Ebenso wie die Bauwerke auf der Vorderseite sind die Bauten nicht real, sondern Sinnbilder der Idee der Europäischen Union. Sie stehen für die Verbundenheit aller Menschen innerhalb der europäischen Grenzen. Symbolisch stehen Brücken aber auch als Verbindung von Gegenwart und Zukunft.

Unser hier vorgestelltes Wander-Highlight ist eine Hängeseilbrücke, die nicht nur tatsächlich zwei Berge miteinander verbindet, sondern symbolisch als Eingangstor für ein zukunftsweisendes Großprojekt steht.

Als größtes Naturschutzgebiet Thüringens birgt das Waldgebiet Hohe Schrecke am Nordrand des Thüringer Beckens nämlich einen großen Schatz: unzerschnittene alte Buchenmischwälder. Davon gibt es in der Bundesrepublik nur noch wenige. Die im Oktober 2019 eröffnete, 25 Meter lange Stahl- und Holzkonstruktion gibt auf Baumkronenhöhe einen Ausblick auf den zukünftigen Urwald und führt über das Bärental. Denn in diesen wird sich ein Teil des Waldes in der Hohen Schrecke ohne menschliche Eingriffe langsam wandeln. Dieser große Naturschatz beherbergt noch viele kleine Kostbarkeiten, die wir kommenden Generationen hinterlassen können. Er ist Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. 

Entdeckt diese Naturschätze, indem ihr dieses besondere Gebiet auf den ausschilderten Wanderrouten bewandert. Und zum Abschluss der Tour schmeckt der Kaffee und Kuchen im Café im Gutshaus von Bismarck ganz außerordentlich gut. Das Café liegt am Wanderparkplatz in Braunsroda.

Ihr seid neugierig auf:

Einen zukünftigen Urwald, eine nagelneue Hängeseilbrücke und leckeren Kuchen?

Ihr sucht:

Eine Auszeit in einem besonderen Waldgebiet. Der empfohlene, leichte Rundwanderweg zur Hängeseilbrücke ist der "Enzian-Wiesenweg" mit Start am Wanderparkplatz Braunsroda. Er führt auf ca. 7 km Rundweg über Streuobstwiesen und lichten Laubwäldern zur Hängeseilbrücke und durch den Wald wieder zurück. Bei entspanntem Tempo seid ihr ca. zwei Stunden unterwegs. Alternativ führt auch der "Kleine Rundweg" an die Hängeseilbrücke.

Ihr seid:

Mit dem Auto unterwegs und kommst über die Autobahn A71, Abfahrt Heldrungen. Oder mit dem Zug bis Bahnhof Heldrungen und dem Bus bis Haltestelle Braunsroda gelangt ihr schnell zum besten Wandereinstieg für das Erlebnis: der Wanderparkplatz am Gutshof von Bismarck in Braunsroda.

Titelbild: ©Landratsamt Nordhausen